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 Betreff des Beitrags: Akteneinsicht
BeitragVerfasst: Do. 19. Dez, 2002 18:56 
Hallo,
wollte mal horchen, wie das Thema Einsicht in die Krankenakte so gehandhabt wird. Ist es allgemein ├╝blich, dass ein Patient vor Gericht gehen muss ??
Danke.
Heidi


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Fr. 20. Dez, 2002 23:37 
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Site Admin

Registriert: Mi. 12. Jun, 2002 19:18
Beitr├Ąge: 889
Wohnort: CH-9320 Arbon
Hallo Heidi,

leider bin ich mit dem aktuellen deutschen Recht nicht so gut vertraut. Ich habe aber versucht, mich kundig zu machen und dabei folgenden Link gefunden:
http://www.datenschutzzentrum.de/materi ... inspsy.htm

Dieses Vorgehen entspricht auch in etwa dem Procedere, welches mir aus der Schweiz bekannt ist. Die Faustregel lautet:
Dem Patienten steht ein Einsichtsrecht in die Krankenakte zu. F├╝r den Bereich der Psychiatrie gilt aber dabei einschr├Ąnkend, dass der Arzt die Einsicht verweigern kann, wenn gewichtige medizinische Gr├╝nde dagegen sprechen, z.B. eine durch die
Einsicht zu bef├╝rchtende Suizidalit├Ąt des Patienten. Ausserdem bezieht sich das Einsichtsrecht auf die objektiv erhobenen Befunde, w├Ąhrend die subjektiven Aufzeichnungen des behandelnden Arztes, Notizen etc.. in der Regel nicht eingesehen werden k├Ânnen.

Herzliche Gr├╝sse
Franz Engels (Webmaster)


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 Betreff des Beitrags: Akteneinsicht
BeitragVerfasst: Mo. 30. Dez, 2002 17:04 
Hallo Herr Engel,

vielen Dank f├╝r die Antwort. Ich m├Âchte nun gerade von diesem Recht Gebrauch machen und die Krankengeschichte der letzten 10 Jahre selbst zusammenstellen. Ich habe alle behandelnden Stellen mit entsprechenden Bitten kontaktiert und bei allen sto├če ich auf eine Mauer des Schweigens. Ich bin dabei in der Hierachie der einen Klinik bis zum Chefarzt vorgesto├čen, der offensichtlich dem Wahn unterliegt, ein EEG sei eine subjektive Aufzeichnung des behandelnden Arztes. Deshalb meine Frage, ist es ├╝blich, erst vor Gericht ziehen zu m├╝ssen, um dieses Recht wahrzunehmen.

Heidi


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Mo. 30. Dez, 2002 23:35 
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Site Admin

Registriert: Mi. 12. Jun, 2002 19:18
Beitr├Ąge: 889
Wohnort: CH-9320 Arbon
Hallo Heidi,

also "├╝blich" ist es nicht, w├╝rde ich sagen. Was ich schade finde ist, dass auf diesem Wege die Chance vertan wird, die Krankenakte gemeinsam mit dem behandelnden Arzt durchzugehen und Einzelheiten zu besprechen. Erfahrungsgem├Ąss wirkt n├Ąmlich die Einsicht einer solchen "Akte" sehr ern├╝chternd und wirft manchmal auch eine ganze Reihe von Fragen auf. Vieles wird dort ja auch nicht notiert. Und gerade dann, wenn die Akte mehrere Jahre umfasst, wirkt die Durchsicht auf die Betroffenen h├Ąufig unwirklich. Ich pers├Ânlich glaube, dass die korrekte und hilfreiche Interpretation solcher Unterlagen meist einen Fachmann erfordert.
Wie dem auch sei. Sie werden Ihre Gr├╝nde haben, die Dokumentation einsehen zu wollen, und ich w├╝nsche Ihnen, dass Sie erstens zu Ihrem Recht kommen, und dass f├╝r Sie zweitens das dabei heraus kommt, was Sie sich davon versprechen!

Sie k├Ânnen uns ja noch einmal dar├╝ber unterrichten, ob Ihre Bem├╝hungen erfolgreich waren und wie es Ihnen bei der Akteneinsicht ergangen ist.

Liebe Gr├╝sse und alles Gute zum Jahreswechsel!
Franz Engels (Webmaster)


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Do. 09. Jan, 2003 18:13 
Was ich schade finde ist, dass ich den Namen des unter Wahn leidenden Chefarztes und seiner Klinik nicht ├Âffentlich nennen darf (oder darf ich doch ??), damit andere Patienten gewarnt sind, dass sie in dieser Klinik nicht mit einer korrekten medizinischen Leistung rechnen k├Ânnen.

"Vieles wird dort ja auch nicht notiert" - Soll das hei├čen, dass schlampige Aktenf├╝hrung das Problem ist ?? Aus den wenigen Bruchst├╝cken, die mir vorliegen, kann man zu dem Schlu├č kommen, aber auch, dass einer des anderen (Fehl-)Diagnose unreflektiert ├╝bernommen hat.


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Do. 09. Jan, 2003 18:57 
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Site Admin

Registriert: Mi. 12. Jun, 2002 19:18
Beitr├Ąge: 889
Wohnort: CH-9320 Arbon
Hallo Heidi,

mit der Bemerkung "Vieles wird dort ja auch nicht notiert" meinte ich nicht, dass die Aktenf├╝hrung schlampig ist, sondern dass es gar nicht m├Âglich ist,
alles, was sich in der Zeit eines station├Ąren Aufenthaltes ereignet aufzuschreiben. Bei der Dokumentation eines Krankheitsverlaufes wird deshalb ebenso versucht, das Wesentliche festzuhalten, wie man es ja bei der F├╝hrung eines Tagebuches auch versucht. Es handelt sich also naturgem├Ąss immer um "St├╝ckwerk".

Ich kann Ihnen nicht sagen, ob die Aktenf├╝hrung in Ihrem Fall korrekt ist oder nicht. Das ist im Rahmen eines solchen Forums v├Âllig unm├Âglich und auch nicht vertretbar. Ebenso kann ich Ihnen nat├╝rlich nicht sagen, was Sie in der ├ľffentlichkeit sagen sollen und was Sie lieber f├╝r sich behalten sollten. Grunds├Ątzlich ist aber meiner Meinung nach sowohl aus juristischen, als auch aus ethischen Gr├╝nden grosse Vorsicht geboten, wenn man sich ├Âffentlich ├╝ber andere Personen ├Ąussert.

Liebe Gr├╝sse
Franz Engels (Webmaster)


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BeitragVerfasst: Fr. 21. M├Ąr, 2003 20:20 
Liebe Heidi,
leider kommt mein Beitrag wohl zu sp├Ąt. Akteneinsicht zu erschweren oder gar zu verweigern scheint ein G├Âtterrecht zu sein ,den die Zunft der Seelendoktoren sich nur allzugerne herausnimmt. Ich selbst habe eine ├Ąhnliche Erfahrung machen m├╝ssen, als ich die vollumf├Ąngliche Herausgabe meiner Akte verlangt hatte. Es hat die Hilfe eines Anwalts gebraucht, und die kleine Summe von rund 1'500 SFr., um einen Stoss Papiere zu bekommen, der nicht den Bruchteil dieser Summer wert war, rein vom Material her gesehen. Und dieselbe Feststellung habe ich auch gemacht: Die Unterlagen waren nicht gut gef├╝hrt, ein Teil fehlte sogar ganz,von den Eintragungen des Pflegepersonals gar nicht zu reden; und ich weiss, wovon ich rede, ich habe n├Ąmlich auch imSpital gearbeitet, und da sahen unsere Unterlagen vorbildlich aus im Vergleich.
Es scheint, dass diese Zunft was die Patientenrechte anbelangt, sehr d├╝rftig mit Wissen ausgestattet ist, und z.T. sogar fehlinformiert ist, wie mein Anwalt dann bewiesen hat.
Ich habe am eigenen Leibe erlebt, dass eine Assistenz├Ąrztin nicht dar├╝ber informiert zu sein schien, wie sich das mit der Dauer eines F├╝rsorgerischen Freiheitsentzugs (Zwangseinweisung) im Kanton verhielt, wo sie gerade ihr Unwesen trieb...anders kann ich es nicht nennen.Aber das ist eine andere Geschichte...
Es verwundert mich, dass ausgerechnet die Seelendoktoren, die sich so f├╝r die "Entstigmatisierung" ihrer Klientel stark machen, die ersten sind, die stigmatisierendes und paternalistisches Verhalten zeigen, wenn es um ein Grundrecht derselben geht. "Somatisch" Kranke haben nie solche Probleme beim Einholen ihrer Akten.
Aber eben: Macht und Machtmissbrauch hat viele Gesichter.
Bedauerlicherweise kommen wir Betroffenen nicht umhin, mit grossem finanziellen Aufwand unsere Rechte geltend machen zu m├╝ssen. Was den Erhalt dieses G├Âtterrechts leider nur f├Ârdert,denn viele haben diese Mittel schilchtweg nicht. Oder auch die nervliche Ausdauer, um solche unn├Âtige rechtliche Scharm├╝tzel durchzustehen. Wieder ein Pluspunkt f├╝r die G├Âtterzunft...Wer also seine Akten haben will,dem kann ich nur empfehlen, sich den R├╝ckhalt einer Patientenorganisation zu holen und einen Anwalt beizuziehen, ansonsten ist es schlichtweg ein aussichtsloser Kampf als Betroffener. Den Alleingang hatte ich n├Ąmlich auch schon ausprobiert...
Die G├Âtterzunft selbst t├Ąte gut daran, sich Nachhilfestunden in Patientenrechte, Verfassung und Datenschutz geben zu lassen,das w├╝rde allen viel ersparen....
Nachtr├Ąglich w├╝nsche ich Dir viel Kraft und Erfolg bei Deinem Vorhaben.
Gruss Blackcat


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 Betreff des Beitrags: Akteneinsicht
BeitragVerfasst: Di. 01. Apr, 2003 17:12 
Hallo Blackcat,

nein, der Beitrag kommt nicht zu sp├Ąt, er best├Ątigt meine zwischenzeitliche Erfahrung. Ich habe Grundrechte, es gibt Gerichte, um diese Grundrechte durchzusetzen, so dachte ich. Als erstes habe ich festgestellt, dass es gar nicht so einfach ist einen Anwalt zu finden, der sich in Medizinrecht auskennt und die Patientenseite vertritt. Ich bin nicht ganz bl├Âd, deshalb dachte ich, es k├Ânne ja nicht so schwer sein, einen Richter davon zu ├╝berzeugen, dass ein EEG ein objektiver medizinischer Befund ist. Ich also mein Ally McBeal Outfit angelegt (schickes rotes J├Ąckchen, das habe ich mal von einem Therapeuten gelernt, der immer, wenn er Konflikte in der Gruppe erwartete, ein rotes T-Shirt anzog) und habe Richter Kleinherz kennen gelernt sowie den Anwalt der Gegenseite, dessen ganzer Beitrag darin bestand, monoton zu wiederholen, warum ich das Gespr├Ąchsangebot der Klinik nicht ann├Ąhme. Der Mann hat null kapiert, dass man mit jemanden, der glaubt, Grundrechte des Gespr├Ąchspartners verletzen zu d├╝rfen, ├╝berhaupt kein Gespr├Ąch f├╝hren kann. Mal abgesehen davon, kam ich ja erst auf die Idee mit der Akteneinsicht, nachdem diverse Gespr├Ąche nichts gebracht haben. Richter Kleinherz – Nomen est Omen – hat meinen Antrag aus formellen Gr├╝nden abgelehnt. Der Anwalt der Klinik hat mir dann tats├Ąchlich seine Rechnung geschickt, die ich – aus therapeutischen Gr├╝nden – nicht bezahlt habe. Ich beobachte jetzt mit gro├čem Interesse, ob die Klinik es wagt, zwangszuvollstrecken. Das Gericht habe ich bezahlt mit dem Gedanken, dass ich schon des ├Âfteren genauso teure Theaterkarten gekauft habe und es wurde mir keine so gute Show geboten.

Es wundert mich auch, dass ausgerechnet die Seelenklemptner, die viel ├╝ber Entstigmatisierung faseln, die Grundrechte ihrer Patienten verletzen. Hier kann doch nur eine massive Pers├Ânlichkeitsst├Ârung vorliegen. Die brauchen keine Nachhilfestunden ├╝ber Patientenrechte, Verfassung und Datenschutz, die brauchen eine Therapie. Aber leider, leider, wie bei so vielen psychiatrischen Krankheitsbildern, fehlt die Einsicht des Betroffenen in die Krankheit ... Ehrlich gesagt ist das Thema Psychiatrie f├╝r mich jetzt abgehakt. Wie soll mir jemand bei meinen psychischen Problemen helfen k├Ânnen, der seine eigenen nicht mal erkennt?

Die Kraft, die ich verschwenden m├╝sste, um eine schlampige Krankenakte zu erstreiten, verwende ich lieber, um "kranke" Verhaltensweisen durch "gesunde" zu ersetzen. Au├čerdem w├╝rde es mich nur weiter deprimieren damit konfrontiert zu sein, dass ich tats├Ąchlich eine lange Zeit geglaubt habe, Psychiater k├Ânnten bei psychischen Problemen helfen. Frei nach dem beliebten B├╝rospruch: Wer glaubt, dass Abteilungsleiter Abteilungen leiten, glaubt auch, dass Zitronenfalter Zitronen falten.

Ich w├╝nsche Dir, dass Du nie wieder in die N├Ąhe von F├╝rsorgerischem Freiheitsentzug kommst. Arbeite daran, Du hast es in der Hand.

Heidi


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 Betreff des Beitrags: Re: Akteneinsicht
BeitragVerfasst: Do. 03. Apr, 2003 7:48 
Sal├╝ Heidi u. Blackcat

[quote="Heidi"]Hallo Blackcat,

nein, der Beitrag kommt nicht zu sp├Ąt, er best├Ątigt meine zwischenzeitliche Erfahrung. Ich habe Grundrechte, es gibt Gerichte, um diese Grundrechte durchzusetzen, so dachte ich. Als erstes habe ich festgestellt, dass es gar nicht so einfach ist einen Anwalt zu finden, der sich in Medizinrecht auskennt und die Patientenseite vertritt.

Ja, kann ich mir lebhaft vorstellen !!!

Ich bin nicht ganz bl├Âd, deshalb dachte ich, es k├Ânne ja nicht so schwer sein, einen Richter davon zu ├╝berzeugen, dass ein EEG ein objektiver medizinischer Befund ist. Ich also mein Ally McBeal Outfit angelegt (schickes rotes J├Ąckchen, das habe ich mal von einem Therapeuten gelernt, der immer, wenn er Konflikte in der Gruppe erwartete, ein rotes T-Shirt anzog) und habe Richter Kleinherz kennen gelernt sowie den Anwalt der Gegenseite, dessen ganzer Beitrag darin bestand, monoton zu wiederholen, warum ich das Gespr├Ąchsangebot der Klinik nicht ann├Ąhme. Der Mann hat null kapiert, dass man mit jemanden, der glaubt, Grundrechte des Gespr├Ąchspartners verletzen zu d├╝rfen, ├╝berhaupt kein Gespr├Ąch f├╝hren kann. Mal abgesehen davon, kam ich ja erst auf die Idee mit der Akteneinsicht, nachdem diverse Gespr├Ąche nichts gebracht haben. Richter Kleinherz ÔÇô Nomen est Omen ÔÇô hat meinen Antrag aus formellen Gr├╝nden abgelehnt. Der Anwalt der Klinik hat mir dann tats├Ąchlich seine Rechnung geschickt, die ich ÔÇô aus therapeutischen Gr├╝nden ÔÇô nicht bezahlt habe. Ich beobachte jetzt mit gro├čem Interesse, ob die Klinik es wagt, zwangszuvollstrecken. Das Gericht habe ich bezahlt mit dem Gedanken, dass ich schon des ├Âfteren genauso teure Theaterkarten gekauft habe und es wurde mir keine so gute Show geboten.

Es wundert mich auch, dass ausgerechnet die Seelenklemptner, die viel ├╝ber Entstigmatisierung faseln, die Grundrechte ihrer Patienten verletzen.

Kommt leider manchmal vor.

Hier kann doch nur eine massive Pers├Ânlichkeitsst├Ârung vorliegen. Die brauchen keine Nachhilfestunden ├╝ber Patientenrechte, Verfassung und Datenschutz, die brauchen eine Therapie. Aber leider, leider, wie bei so vielen psychiatrischen Krankheitsbildern, fehlt die Einsicht des Betroffenen in die Krankheit ... Ehrlich gesagt ist das Thema Psychiatrie f├╝r mich jetzt abgehakt. Wie soll mir jemand bei meinen psychischen Problemen helfen k├Ânnen, der seine eigenen nicht mal erkennt?

Die Kraft, die ich verschwenden m├╝sste, um eine schlampige Krankenakte zu erstreiten, verwende ich lieber, um "kranke" Verhaltensweisen durch "gesunde" zu ersetzen. Au├čerdem w├╝rde es mich nur weiter deprimieren damit konfrontiert zu sein, dass ich tats├Ąchlich eine lange Zeit geglaubt habe, Psychiater k├Ânnten bei psychischen Problemen helfen. Frei nach dem beliebten B├╝rospruch: Wer glaubt, dass Abteilungsleiter Abteilungen leiten, glaubt auch, dass Zitronenfalter Zitronen falten.

Ich habe schon manche KG gesehen; mich erstaunt oft, was da f├╝r unwichtige Dinge drinstehen. Professionalit├Ąt l├Ąsst oft zu w├╝nschen ├╝brig. Daher finde ich gut, dass du nicht mehr auf die KG bestehst.


Ich w├╝nsche Dir, dass Du nie wieder in die N├Ąhe von F├╝rsorgerischem Freiheitsentzug kommst. Arbeite daran, Du hast es in der Hand.

Ich schliesse mich diesem Wunsch an.

Alles Gute Euch beiden!


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 Betreff des Beitrags: Akteneinsicht
BeitragVerfasst: Do. 03. Apr, 2003 7:51 
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Registriert: Di. 07. Jan, 2003 10:11
Beitr├Ąge: 305
Irgendwie funktioniert die Funktion nicht!

Also letzter Beitrag unter Gast ist von mir!

Sorry!

_________________
Gruss Angelita

ÔÇťMan muss im Ganzen an jemanden glauben, um ihm im Einzelnen wahrhaft Zutrauen zu schenken.ÔÇŁ H. v. Hofmannsthal


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 Betreff des Beitrags: Re: Akteneinsicht
BeitragVerfasst: Do. 03. Apr, 2003 10:45 
Angelita hat geschrieben:
Irgendwie funktioniert die Funktion nicht!

Also letzter Beitrag unter Gast ist von mir!

Sorry!


Mal probieren. Klappt doch mit der Funktion!

Liebe Gr├╝sse
Franz Engels (Webmaster)


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 Betreff des Beitrags: Akteneinsicht
BeitragVerfasst: Do. 10. Apr, 2003 18:15 
Gestern kam der Brief vom Anwalt der Klinik. Bis Ende des Monats soll ich die Rechnung bezahlen, sonst werden sie zwangsvollstrecken. Weiterer Schriftverkehr erfolge nicht.

Jetzt wird es spannend. Ob sich die Presse f├╝r das Thema interessiert? Chefarzt eines PKH und Buchautor voll im psychotischen Wahn. Wenn da mal nicht der begr├╝ndete Verdacht auf Fremdgef├Ąhrdung vorliegt.

Also Leute seid vorsichtig, die Irren in einer Klapse sind im Zweifelsfall die Psychiater.

Heidi


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 Betreff des Beitrags: Dranbleiben....!
BeitragVerfasst: Sa. 12. Apr, 2003 23:12 
Hallo Heidi,
Du hast meine volle moralische Unterst├╝tzung bei dieser Aktion! Allerdings w├Ąre es f├╝r Dich jetzt von Vorteil, auch einen Anwalt zu haben, denn sonst haben "die" Dich in der Tasche. Denn Du musst auch eins bedenken: Du bist eine Frau. Und das ist schon mal keine gute Ausgangsposition , denn der Richter und alle anderen sind M├Ąnner, und damit halten sie eh zusammen ("das ist doch eine kranke, hysterische Ziege......was sollen wir unsere Zeit mit ihrem bl├Âden Getue verschwenden?!") Verstehst Du, was ich meine? Untersch├Ątze nicht die Macht der Vorurteile (der Richter) und der verbohrten Wut eines in seinem Stolz gekr├Ąnkten Ihnaber einer Machtposition (der Doc).
Ich weiss nicht, ob Du Dich schon umgeschaut hast f├╝r eine Patientenorganisation, die Dir einen kundigen Anwalt empfehlen kann, und ob Du Dich schon an den Verband der Psychiatrieerfahrenen gewendet hast ( eine Adresse kannst Du unter www.psychiatrie.de -> Hilfenetz / ->Verb├Ąnde finden). Ich f├╝rchte sonst, dass es letzten Endes zu einer kostspieligen Sache werden k├Ânnte f├╝r Dich. Falls Du mit Deiner Geschichte wirklich an die ├ľffentlichkeit willst, so musst Du bedenken, dass der Doc dich durchaus wegen Verleumdung, Rufmord und was weiss ich , was noch alles in diese Richtung gehen kann, gegen Dich vorgehen k├Ânnte. Nur: Es ist nicht er, der den Stempel "Klapse" auf seiner Stirne herumtr├Ągt, er VERPASST ihn....
Trotzdem : Lass Dich nicht von "denen" herumschubsen; je mehr Leute n├Ąmlich ihre Rechte geltend machen, umso sauberer sind "die" gezwungen, ihre Arbeit zu machen. Und endlich mal Respekt gegen├╝ber ihren Patienten zu zeigen. In Europa kann sich die Zunft der G├Âtter in Weiss gl├╝cklich sch├Ątzen, dass ihre Patienten dermassen gef├╝gig sind und sie nicht bei der geringsten Kleinigkeit vor Gericht zerrt, wie es beispielsweise in den Staaten offenbar Mode zu sein scheint.
Solange wir Betroffenen "denen" nicht selber Manieren beibringen im Umgang mit unseren Rechten, so wird das keiner f├╝r uns tun. Leider.
Wenn Du schon dabei bist, dann fordere alles , was Du kannst, KG inklusive. Schliesslich verlangst Du ja nicht ein Dossier ├╝ber die milit├Ąrischen Geheimnisse der Wehrmacht, oder ?? Deine KG ist Teil Deiner pers├Ânlichen Geschichte. Es geh├Ârt zu Dir. Wie nennt man die Tat, die sich etwas aneignet, die einen nicht geh├Ârt? Genau: Diebstahl.....!
Liebe Heidi, ich dr├╝ck Dir ganz fest beide Daumen. Zeig "denen", wo's mit den Patientenrechten langgeht....!
Gruss
Blackcat


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 Betreff des Beitrags: Akteneinsicht
BeitragVerfasst: Do. 17. Apr, 2003 17:51 
Hallo Blackcat,

Danke, Danke f├╝r die moralische Unterst├╝tzung und den Hinweis auf Psychiatrie.de. Dass Richter Kleinherz seinen Kumpel Chefarzt 'Narzisstische Grandiosit├Ąt' aus dem Golf- und/oder Tennis-Club nicht dazu verurteilt, einer Irren gegen├╝ber offenzulegen, dass er bzw. seine Mitarbeiter schlampige Arbeit leisten, habe ich gelernt. Diesen Spruch, dass Recht nichts mit Gerechtigkeit zu tun hat, kannte ich zwar, aber naiv wie ich manchmal bin, musste ich auf die hei├če Herdplatte fassen, um zu glauben, dass sie wirklich hei├č ist.

Es ist wirklich schade, dass wir nicht in den USA sind. Dort k├Ânnte ich die Klapse auf Schadenersatz verklagen und mit dem Anwalt vereinbaren, dass Bezahlung nur im Erfolgsfall erfolgt. Oder was noch besser w├Ąre, ich k├Ânnte mit anderen Betroffenen eine Sammelklage einreichen.

Noch h├Ąlt sich das wirtschaftliche Risiko in Grenzen, weil der Streitwert und damit die Geb├╝hren f├╝r den gegnerischen Anwalt sehr niedrig sind und somit der Unterhaltungswert dieser Show die eventuellen Kosten rechtfertigt. Ich habe zwischenzeitlich mit einem Anwalt geplaudert, der sich aber in Medizinrecht null auskennt. Mit dem habe ich jetzt eine Wette um eine Flasche Sekt laufen. Ich glaube, die bluffen, er hat dagegen gesetzt. Ich habe ├╝brigens nicht den Arzt und auch nicht die Klinik, sondern den Tr├Ąger der Klinik verklagt, damit d├╝rften Pers├Ânlichkeitsrechte keine Rolle spielen. Um gegen mich wegen Verleumdung vorgehen zu k├Ânnen, m├╝ssten die mir nachweisen, dass folgende Aussage falsch ist "Die DGD GmbH mit Sitz in Marburg betreibt eine Klinik, in der eine vollst├Ąndige Krankenakte nicht einmal Auskunft dar├╝ber gibt, welche Krankheit behandelt wurde."

Ich habe inzwischen einen zweiten fetten Leitz-Ordner (8-er, keinen popeligen 4-er) "Akteneinsicht" angelegt. Wenn ich ein Buch schreiben sollte, kommt die Story mit dem Gerichtsvollzieher bestimmt gut. Allen Ernstes, ich kann Chefarzt Narzisstische Grandiosit├Ąt doch nicht in seiner psychotischen Wahrnehmung belassen, dem Mann muss doch geholfen werden. Was meinst Du, Haldol hat sich in solchen F├Ąllen doch bew├Ąhrt.

Ein sonniges Osterfest w├╝nscht Dir
Heidi


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 Betreff des Beitrags: Gr├╝ss Dich, Heidi....
BeitragVerfasst: Mo. 05. Mai, 2003 14:33 
......danke f├╝r Deine Ostergr├╝sse. Ich hoffe, Du hattest auch eine frohe Osterzeit.
Wie entwickelt sich in letzter Zeit die Show mit besagten Herren? Konntest Du jemand finden, der sich Deiner rechtlichen Anliegen annehmen konnte? Ich bin leider erst vor ein paar Tagen auf eine interessante Addy gestossen, die eine interessante Sammlung von anderen Addys beinhaltet: www.tacheles-sozialhilfe.de/links . Die Links sind alle nummeriert;vielleicht k├Ânnten Dir folgende Nummern von Nutzen sein: 50, 54,129,153 und speziell Nummer 96,114,120 und 123. Ob es vielleicht spassig sein k├Ânnte , auch den link http://die-internetreporter.de n├Ąher anzuschauen? :wink:
├ťbrigens scheint mir die Idee der Sammelklage nicht ├╝bel. Falls Du die vergangenen Tage den Trickfilm "Das grosse Krabbeln" gesehen hast, wirst Du bestimmt wissen, an was ich da denke in Bezug auf die Patientenrechte....

Da es sich bei dem Medizinmann um ein in offenbar veralteten Mustern denkendes Exemplar handelt, w├╝rde ich f├╝r seine Genesung nicht das allzu neuzeitliche Haldol einsetzen , sondern auf die guten alten Methoden , die man anwandte, bevor Pinel die Irren von den Ketten befreite , zur├╝ckgreifen.
Heisst es nicht immer , dass man die Leute dort abholen soll, wo sie stehen?

Weiterhin viel Erfolg w├╝nscht Dir
Blackcat


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