Einsam ich im Zimmer saß,
als ich Deinen Namen las.
Nahm den Füller in die Hand,
kleckste damit an die Wand,
traf dann endlich das Papier,
sitze nun und schreib das hier:
Hatte vor Dir heut zu schreiben,
frage mich nun: Las ich es bleiben?
Müde bin ich in dieser Nacht,
habe die ganze Zeit gewacht.
Kollegin neben mir die schläft,
wenn die Zeit doch nur vergeht.
Trinke Kannenweise Tee,
krieg davon auch schon Bauchweh.
Zuhause da ist alles munter,
geht wie gewöhnlich, rauf und runter.
Geburtstagsfeier, steht vorm Haus,
gefeiert wird in Saus und Braus.
Meine Mutter wie gewöhnlich,
ist darüber gar nicht fröhlich.
Doch nun muss auch sie gestehen,
das die Jahre schnell vergehen.
Ich mach jetzt bald den Führerschein,
holt schon mal die Kinder rein.
Und fang ich erst die Lehre an,
so rettet auch mit Maus und Mann.
Ich glaube Du wirst auch das vertragen,
tust ja sonst eine Menge wagen.
Hoffe das wir uns wieder sehen,
hoffe, Du wirst das auch verstehen,
denn will man richtig Urlaub machen,
mit netten Leuten, kecken Sachen,
muss man nur zu euch rüber gehen.
Da wird die Zeit so schnell vergehen
und wenn man sich dann wieder trennt,
dann um so besser man bekennt,
das hat so richtig Spaß gemacht.
Doch hier wird weiter jetzt gewacht!
Tee ist kalt und Bett weit fort,
sehne mich hin zu diesem Ort.
Das ist alles wirklich war.
Zigaretten sind zum Glück noch da.
Müdigkeit wird immer schlimmer,
meine Kollegin schläft noch immer.
Werde diesen Brief beenden,
werde mich Richtung Spülraum wenden.
Wünsch Dir auch noch alles Gute,
meld Dich mal, bis dann: Salute.
Ich möchte Dir mal was sagen...
Auf einer Party ist es geschehen,
Leute lachten, tanzten, tranken,
dann habe ich Dir in die Augen gesehen,
meine heile Welt kam schnell ins wanken.
Und doch Du warst noch so weit fort,
Dich durfte man nicht begehren.
An einem unerreichbar fernen Ort,
vergebene Männer, darf man nicht verehren.
Ich habe Dich aus meinem Kopf verdrängt,
habe mit anderen viel gelacht.
Habe Gefühle nach Nummern weggehängt,
habe mir nichts dabei gedacht.
Eines Tages riefst Du an,
haben uns lange unterhalten,
bist ein netter junger Mann,
nicht sehr schüchtern und verhalten.
Bist was ein echter Freund sein kann,
wir haben viel gemeinsam.
Doch, wenn der Hörer auf der Gabel lag, irgendwann,
dann fühlte ich mich einsam.
Und dann der Abend, als wir uns trafen
und Du mich fragtest: Wo gehen wir hin?
Und wir bei Kerzenschein Chinesisch aßen,
da war die Welt schon ein Gewinn.
Danach in einer Kneipe sitzend,
haben wir uns in die Augen geschaut.
Fühlte meine Hände kalt und schwitzend,
dabei war mir Dein Anblick doch vertraut.
Deine Hand berührte sanft die meine
und jemand stach mir in mein Herz.
Mein Körper glühte eine Weile
und wich dann diesem unerträglichen Schmerz.
Ich konnte Dich nicht ansehen,
konnte Dir auch nichts sagen.
Wusste nicht, wirst Du das verstehen
und durfte nicht danach fragen.
Die Zeit, sie lief so furchtbar schnell,
Du brachtest mich zum Bahnhof.
Es war dort doch so kalt und hell,
mein Gott bleib stehen, sei nicht sei doof.
Vor dem Fahrstuhl bliebst Du doch noch stehen,
Deine Lippen berührten sanft die meinen.
Werde ich es lernen, Dich je zu verstehen?
Ich schloss die Augen und verschmolz mit Dir zu einem.
Und dann fuhr ich nach Hause,
warum, dass weiß ich selber nicht.
Da half auch keine kalte Brause,
vor mir war immer Dein Gesicht.
Zwei Tage später war es und wir wollten uns treffen
und dann kein Anruf von Dir.
Hast Du mich so schnell vergessen,
es ist, als verbrennt etwas in mir.
Angezogen, geschminkt und frisiert
und die Zeit beginnt zu schleichen.
Ich starre auf das Telefon und mir friert,
ich habe Angst und sie will nicht weichen.
Irgendwann, da rief ich Dich an.
Was Du mir erklären wolltest, verstand ich nicht.
Soll ich noch warten, aber wie lang?
Oder Dich sehen mit freundschaftlicher Pflicht?
Ich weiß nicht mehr was ich denken soll.
Ich kann Dich nicht erfassen.
Ich weiß, ich rauche auch viel zu doll,
ach komm, lass uns das Leben doch verprassen.
Stattdessen wieder Telefonate,
gute Freunde am langen Draht.
Manchmal glaube ich, dass ich mich selber verrate,
rutsche von selbst in jedes kalte Bad.
Und doch, wir trafen uns wieder,
und es war, als wäre nichts geschehen.
In der Kneipe hörte man gute Lieder,
und die Erinnerung begann zu verwehen.
Wir saßen, sprachen und lachten,
wie es bei Freunden nun mal so ist.
Wie wir Bier tranken und Witze machten,
und man die Zeit so leicht vergisst.
Wie wollten noch was trinken
und gingen zu Dir nach Haus.
Wollte nicht noch mal in Dir versinken,
sperrte mein Herz schnell vor Dir aus.
Und dann die Berührung Deiner Hände,
und ich saß in einer anderen Welt.
Um mich herum nur rosa Wände,
und ein Meer aus Blüten, das mich hält.
Ich spüre Deine Zärtlichkeit,
die mich berührt.
Dein Hauch von Sinnlichkeit,
der mich entführt.
Und lasse mich fallen in dieses Reich,
um Dich bei mir zu spüren.
Ich fühle Deinen Körper so weich,
und lasse mich zu Deinen Lippen führen.
Ich weiß nicht was soll es bedeuten,
das ich so schwach sein kann.
Dein Anblick lässt Glocken läuten,
und mein Herz nur schreien: Wann?
Wann ist der Augenblick gekommen,
das ich verstehen lern?
Wann ist der Schmerz verklommen,
und Du erkennst, ich habe Dich gern?
Wenn Träume in Erfüllung gehen,
und Sterne, Wege lenken,
werde ich vielleicht dann bei Dir stehen,
und kein Gramm Glück verschenken?
Zeige mir den Weg hoch zu den Sternen,
und lass uns glücklich sein.
Lass uns gehen zu diesen Fernen,
und nie mehr sein allein.
Für jeden ist Liebe etwas anderes,
aber jeder wird nie das beschreiben können,
was er fühlt wenn er liebt.
Dieses ist mein Versuch!
V.
Seit drei Tagen versuche ich Dich an zu rufen,
es nimmt keiner ab!
Seit drei Tagen bin ich nur an fluchen,
ich habe es langsam satt!
Bist Du denn niemals zu erreichen?
Nie zu Haus und wenn, dann wann?
Kann mein Brief Dich den erweichen,
und Du rufst von Dir aus an?
Dienstag Abend, 19:00 Uhr,
warst Du wohl daheim.
Wartest das ich anrufe, nur
ich kam erst spät zur Haustür rein.
Termine hielten mich gefangen,
konnte nicht vor 21:00 Uhr weg.
Nahm das Telefon voll bangen,
doch zu spät. Das war nicht nett.
Hoffe das Du mir verzeihen magst,
und wir gehen schön essen.
Hoffe, das Du mir dann sagst:
Vergeben und Vergessen.
Alles Liebe, V.
So wie des Mondes silbernes Licht
die Schatten der Nacht stetig durchbricht,
so leuchtest Du uns in der Dunkelheit,
durch Nebel voll Sorgen, durch Wolken voll Leid.
Und wenn Wolken das Mondlicht verdunkeln
und Schatten uns Wege vormunkeln,
so lässt Du uns erkennen dann,
dass das Licht eines Sternes, die Richtung sein kann.
Ob wir es sehen oder nicht,
wir wissen, das es beständig ist.
Der Wolken Schatten werden vergehen,
des Mondes Licht, das bleibt bestehen.
Drum sende Dein Licht beständig aus,
unberührt der Welten Graus.
Scheine für alle, nicht für einen allein.
So wird der Erfolg Dir sicher sein.
So wie die silbernen Strahlen des Mondes uns einen Weg erhellen
und ein leuchtender Stern uns die Richtung weisen kann,
ganz ohne alle Schatten auszuleuchten,
uns eine Richtung zeigen.
So achte darauf, das Du so beständig und unnahbar bist, wie der Mond,
den das gibt die Gewissheit, dass das Licht weiter scheint.
Für alle.
V.
V. Muenichshofer (veröffentlicht 2004)