Dichter Nebel zieht herauf,
umhüllt mich sanft von allen Seiten.
In diesem Nebel vertraue ich darauf:
Er wird mich schützen und wird mich leiten.
Die Probleme dieser Welt sind für mich unsichtbar.
Verdeckt vom grauen diesigen Schleier.
Und so mache ich mich rar,
für des Lebens Chaosfeier.
Sitze lieber still für mich allein,
bis alles Leben verliert seinen Sinn.
Lass um mich herum nur dichten Nebel sein,
bis ich nicht mehr weis, ob ich wirklich bin.
So traurig und grau auch der Nebel sein mag,
wenn still und einsam ich dort weile.
Vielleicht weil ich einfach am Leben verzag,
in diesem Grau gibt es weder Hast noch Eile.
Die Zeit hat dort ihren eigenen Gang
und rechnet sich nicht in Monaten oder Tagen.
Ein endloser Augenblick, mit tonlosem Klang,
ohne Regung und ohne sinnloses wagen.
Lasst mich dort oder lasst mich gehen,
aber verlangt nicht von mir zu leben.
Ich weiß ihr könnt mich dort im Nebel sehen,
aber ihr könnt mir kein neues Leben geben.
Sturmwind fegte durch die Nacht
und ließ die Welt erzittern.
Als tief in mir mein Herz erwacht
und Sorgen rasch verwittern.
Bäume stehen vom Wind gebeugt,
entlang der dunklen Gasse.
Sanfter Blick die Welt beäugt
Und das Sternenlicht erfasse.
Klarer Blick, zerzaustes Haar.
Trete ich ihm entgegen.
Und das Mondlicht leuchtet klar,
auf allen meinen Wegen.
So wild und kraftvoll, die Natur erscheint
und doch so lieblich und so zart.
Die Gewalten der Natur, in sich vereint.
Die Kraft, die das Leben bejaht.
Tanzend mit dem Winde,
strebe ich voraus.
Lehnend an des Baumes Rinde,
ruhe ich mich aus.
Natur, die pures Leben ist,
so wild und stark und schön.
Auf das Du dass ja nie vergisst,
sie wird Dich sonst verhöhnen.
So lass Dich selber wissen,
wie sehr Du Dich doch magst.
Du würdest Dich schon sehr vermissen,
wenn Du hier und jetzt versagst.
Leb! So wild, so schön und stark,
dazu bist Du geschaffen,
so wie die Natur es nur vermag.
Das Alter wird Dich früh genug hinraffen.
Ganz realistisch ist das Gedicht ,Sturm bei Nacht, nach einem kurzen Spaziergang von ca. 10 Min., Nachts, bei Sturm entstanden. Ich habe auch nicht wirklich getanzt. Ich bin ein paar Schritte gegangen, stehen geblieben und wieder ein paar Schritte gegangen. Aber ich habe den Wind um mich herum gespürt, seine Kraft gefühlt und habe mir vorgestellt, wie ich mit ihm durch die Baumwipfel tanze. Ich habe seine Kraft und seine Wildheit eingeatmet und in mir gespürt. Und in meinen Gedanken war ich genauso Wild und Kraftvoll wie der Sturm.
Man braucht keinen Mut, oder körperliche Kraft um das zu sein, was man gerne sein würde. Das einzige was man braucht, ist ein klein wenig Phantasie. Denn, die Gedanken sind frei!
Keine Angst. Probiere es ruhig. Schau aus dem Fenster und sieh einem Vogel beim fliegen zu. Lege alle Gedanken ab und konzentriere Dich nur auf den Vogel und nach ein bisschen Übung, wird er Dich das fliegen lehren.
Wie ein Clown, so möchte ich sein,
mein Herz gehört nur mir allein.
Doch nach außen will ich lachen,
will lustig sein und Späße machen.
Nach Außen bin ich immer froh
und brennt mein Herz auch lichterloh,
ich lass es keinen wissen
und keiner wird's vermissen.
Wie ein Clown, so möchte ich sein,
um mich herum nur lauter Schein.
Die Sonne scheint, ob Tag, ob Nacht.
Alles wird mir leicht gemacht.
Ich setzte mir eine Maske auf
und gehe in die Welt hinaus,
dass kann ja keiner wissen
und keiner wird's vermissen.
Wie ein Clown, so möchte ich sein
und wenn ich doch noch ein mal wein,
nur ganz geheim im Stillen.
Denn um der Menschheit willen,
ein Clown der weint doch nicht.
Er verliert ja sein Gesicht.
Drum darf es niemand wissen
und keiner wird's vermissen.
Wenn Freude und Qual so an mir zerrt.
Das ist der Meister, der mich lehrt.
Inspiration, die gibt mir halt das Leben.
Da brauche ich nicht, nach höherem streben.
Die Worte kommen von allein.
Da muss ich kein Poet für sein.
Über Philosophie zu diskutieren, liegt mir fern.
Ich weiß nur, ich schreibe gern.
Denn,
Schreiben ist der Worte klang,
der meine Seele befreien kann.
Nur man selbst kann seine Schmerzen fühlen.
Wie sie tief im eigenen Innern wühlen.
Doch darüber sollte man nicht verzagen,
weil so viele das gleiche Beklagen.
Und mag auch der Schmerz ein anderer sein.
Mit Schmerzen ist man nicht allein.
Und wenn manche Leute sagen,
über Schmerzen solle man nicht klagen.
So klag ich doch, denn es muss sein.
Ich kann damit meine Seele befreien.
Auch wenn die Sorgen mich so plagen,
muss ich es nach außen tragen.
Selbst wenn nicht, ein jeder es versteht,
was tief in mir, so vor sich geht
und selbst wenn ich für mich allein,
so still und heimlich um mich wein`.
So nimmt es mir doch eine Last.
Von der ich weiß, das auch Du sie hast.
Wir sprechen die gleiche Sprache
und doch verstehen wir uns nicht.
Wir schauen auf die gleiche Sache,
die hat für jeden, ein anderes Gewicht.
Wir leben in zwei Welten,
wo es doch die selbe ist.
Doch andere Regeln gelten,
je, nach welchem Maß man misst.
Lustig ist das Tierchen dort.
Lauft und hüpft und springt.
Wären doch meine Gedanken so,
immer fort und flink.
Könnt` ich lachen, wenn ich weine,
immer lustig sein und froh.
Wär` das lustig, Spielchen treiben,
ging ich mit ihm fort.
Doch ich sitze vor dem Käfig,
schau dem kleinen Kerlchen zu.
Kann nicht mit ihm hüpfen, springen.
Sag` nur einmal leise: Du.
Still mir heut die Nacht erscheint,
als wenn die Welt ganz leise weint.
Und ich fühl, es gibt etwas zu beklagen.
Doch was, das kann ich dir nicht sagen.
Ein Bild mir, wie durch Nebel erscheint:
Jemand, auf der Erde sitzend, weint.
Ich weiß nicht wer, ich weiß nicht warum,
aber ich spüre den Schmerz um mich herum.
Ist es eine Ahnung?
Oder vielmehr eine Warnung?
Hab ich einfach nur schlecht geträumt
und aufzuwachen bislang versäumt?
Ich weiß nicht, was das mir sagen will.
Um mich herum, scheint alles so still.
Allein in Menschenmassen,
steh ich und schau` mich um.
Allein, verraten und verlassen,
steh ich und weiß nicht warum.
Die Menschen kommen und sie gehen.
Wohin, das weiß ich leider nicht.
Ich weiß ich hab` sie nur gesehen
wie ein ständig brennendes Licht
Doch jedes kleine Lichtlein hat.
ein Problem für sich allein
und alle Problemchen zusammengefaßt
sind stärker als nur mein.
Es war schon immer so in dieser Welt
Das Schmerzen, Teile der Menschheit befällt.
Sie zu bekämpfen, das braucht seine Zeit.
Vielleicht ist die Wissenschaft einmal so weit,
das der Schmerz von dieser Erde weicht,
aber dafür ein Jahrhundert, bei weitem nicht reicht.
Und doch, ich höre dann schon die Menschheit klagen:
Oh` sieh doch, was wir verloren haben.
Denn von den schlechten Dingen, die guten Gaben
Sehen wir erst wenn wir sie verloren haben.
So wie der Schrecken dieser Welt.
Manchmal unsere Seelen befällt.
So sind Glück und Frieden da.
Um die Seelen zu heilen gar.
Doch nur beides zusammen, ergibt einen Sinn.
Verschafft uns sogar einen kleinen Gewinn.
Drum muss man darauf achten, steht`s beides zu sehen.
Sonst wird man am Leben wohl untergehen
Wenn mächtig eine Trompete erklingt,
und sanft wird sie begleitet.
So manches Herz da höher springt,
ins Reich des Glückes verleitet.
Lass den Boden leise beben,
und die Welt sich um uns drehen.
Lass es uns noch mal erleben,
wie Töne durch die Lüfte gehen.
Lass die Musik noch nicht verklingen,
spiel noch einmal dieses Lied.
Auf das Töne in uns dringen,
und die Welt weiß, du hast sie lieb.
Trompeter, spiel noch einen Ton,
auf das die Menschen tanzen.
Lass Musik in ihren Herzen wohn,
mach ein Fest zu einem Ganzen.
Wenn seine Musik uns glücklich macht,
sind wir ihm sehr verbunden.
Er hat uns seit langer Zeit gemacht,
so viele schöne Stunden.
Doch wenn leise die Musik verklingt,
und das Licht geht langsam aus,
und dir jemand eine Rose bringt,
unser Dank ist der Applaus.
Zum Gedenken an meinen verstorbenen Connemara Wallach: Golden Desh.
Ein Körper bedeckt von dunkelbraunem Fell,
so herrlich warm und weich.
Der Stern auf der Stirn leuchtet hell,
dahinter verbirgt sich ein kleiner Streich.
Pechschwarz, kräftig und leicht wellig,
trägst Du stolz Mähne und Schweif.
Willensstark und sehr gesellig,
rücksichtsvoll und lieb, wenn die Zeit dafür reif.
Federnd und weich Dein Schritt,
schwungvoll und elegant im Trabe.
Glück erfaste mich, wenn ich Dich ritt,
wodurch ich an Dich mein Herz verloren habe.
Immer zu einem Scherz bereit,
und ständig einen Streich im Kopf.
Bringst Du mich in Verlegenheit,
und machst das mein Herz gar kräftig klopft.
Du kannst so sanft sein und so verschmust,
und auch so dickköpfig und so stur.
Nicht immer leicht, das habe ich gewusst,
so liegt es in Deiner Natur.
Ich mag Dich,
weil Du so bist, wie Du bist
und hoffe Du magst mich,
weil es bei Dir genauso ist.
In Liebe, V.
Wer jährlich schon zusammen lebt,
oh bitte Leute dem vergebt,
das er sich heut will trauen,
ein kleines Glück zu bauen.
Drum reichet euch geschwind die Hand,
denn wissen tut es das ganze Land.
Ihr wollt es zu zweit versuchen,
den Start ins Glück zu buchen.
Die Erlaubnis von mir eingeholt,
jetzt dürft ihr, was ihr stehts gewollt.
Viel Glück bis alle Ewigkeit,
haltet fest zusammen, in Freud und Leid.
Schwarz glänzt die Straße im Laternenschein.
Feuchtigkeit tropft von den Bäumen.
So stehe ich am Fenster, ganz allein,
wenn Gedanken die Dunkelheit säumen.
wir philosophierten, litten und lachten
vertraute Gespräche die ganze Nacht lang
wenn die Nacht wir zum Tage machten
jetzt fehlt mir Deiner Stimme Klang
wir haben uns nie gesehen,
wir kennen uns eigentlich nicht
und doch ist da ein Verstehen,
eine Vertrautheit, ohne Gesicht.
Als der Zufall uns hat ausgewählt,
zu beginnen den ersten Satz.
Geheimnisse, die ich nie erzählt,
fanden bei Dir ihren sicheren Platz.
Wie kann mir jemand vertraut sein,
den ich doch gar nicht kenn?
wo ich sonst doch immer allein wein,
wieso vermisse ich Dich denn?
Das Mondlicht von Wolken verhangen.
Kein Sternenlicht ist zu sehen.
Keine Grillen, die heut sangen.
Keine Lösung, zum verstehen.
Geister der Nacht,
was habt ihr gemacht?
Lasst Gefühle erbeben
und Tote um mich schweben
Wenn das Mondlicht erwacht
und mich sorgsam bewacht
kommt Vergangenheit wieder,
legt sich Trauer hernieder.
Geister der Nacht,
ich spüre eure Macht.
Was habe ich zu tun?
Warum darf ich nicht ruh'n?
Wenn Liebe eine Krankheit ist,
dann bin ich schon sehr gerne krank.
Wenn Kranksein heißt, das man in Gefühlen misst,
dann gilt der Krankheit hier mein Dank.
Nie möchte ich aufhören, so zu fühlen,
nie soll aufhören, diese Pein.
Wenn Gedanken mir meinen Kopf zerwühlen,
dann lebe ich erst, dann kann ich sein.
Jetzt erst fühle ich doch das Glück,
wie es schmerzvoll in mein Herz mir fährt.
Jetzt habe ich doch erst das fehlende Stück,
das meine Seele zu einem Ganzen nährt.
Wenn Nähe meinen Körper wärmt,
und Sehnsucht mir die Sinne schärft,
dann wird gebaut, wovon jeder schwärmt,
dann entsteht Glück, in des Lebens Werft.
Darum möchte ich Dein Herz hören,
wie es schlägt in Deiner Brust,
und genauso möchte ich Schwören,
das ich zu Dir komme, bei jedem Frust
Du wirst mich dann beschützen,
vor aller Welten graus.
Wir können uns so viel nützen,
ziehen gemeinsam, in die Welt hinaus.
Wenn gesund sein heißt,
immer allein sein zu müssen,
dann möchte ich, das Du nun weist,
solche Gesundheit werde ich nicht vermissen.
Düster, der Himmel verhangen.
Nebel liegt über dem Land.
Bleich die hohlen Wangen.
Haut, über dem Knochengewand.
Eisern, Gefühle verschlossen.
Weinen kann ich nicht mehr.
Maske, aus Blei gegossen,
die gebe ich nicht mehr her.
Qual, im Körper sich spiegelt,
doch lächeln tut mein Gesicht.
Wenn der Schnee des Winters versiegelt,
was die Last des Lebens zerbricht.
Schneeweiße, kalte, ewige Ruhe,
die ersehne ich mir so sehr.
Auf das ich es nun endlich tue,
denn das, ist mein einziges Begehr.
Mond, was schaust Du mich so strafend an?
Wenn mein Blut sich in Deinem Licht spiegelt.
Das Glück zwischen meinen Fingern verrann.
Die Freude unerreichbar versiegelt.
Lächle gnädig, mein bleicher, kalter Gesell.
Oft schon hast Du mir Trost gespendet.
Erwarte nicht, das ich mich vor Dir verstell,
wenn meine Seele sich an Dich wendet.
Werfe Schattenspiele auf meine Knochen.
Bleich und schwarz, ganz in Deiner Art,
und die Kälte der Nacht, kommt zu mir gekrochen,
beim letzten Atemzug, auf den ich jetzt wart.
V. Muenichshofer (veröffentlicht 2004)