Klinisch kann man die Patienten mit einer PTSD je nach zusätzlicher Symptomatik in verschiedene Typen einteilen, die hier kurz aufgelistet werden sollen (Alarcon 1997, Davidson u. Foa 1993):
Die PTSD belegt innerhalb der psychischen Störungen in den Klassifikationessystemen (ICD-10 und DSM-IV) eine Sonderstellung, da sie nicht rein deskriptiv, sondern äthiopathogenetisch konzipiert ist. Das heisst, anders als bei anderen psychischen Störungen, wird unterstellt, dass es eine spezifische Ursache der PTSD gibt, nämlich ein vorhergegangenes Trauma.
Die beiden Klassifikationssysteme (ICD-10 und DSM-IV) unterscheiden sich in ihren Forderungen an die Diagnostik z.T. deutlich. Während die ICD-10 z.B. einen grossen Spielraum lässt hinsichtlich der Einschätzung, was als "Trauma" verstanden wird, gibt das DSM-IV wesentlich klarere Leitlinien vor.
Obwohl die ICD-10 für die praktische Diagnostik in deutschsprachigen Ländern eine grössere Bedeutung hat, werden wir uns im Folgenden an das DSM-IV halten, da dieses Manual in einigen Punkten als fortschrittlicher anzusehen und besser geeignet ist, die PTSD scharf zu erfassen.
Zur Diagnosestellung müssen sich Symptome aus drei "Clustern" zu finden sein:
Als diagnostische Hilfsmittel kommen neben den Algorithmen der ICD-10 oder des DSM-IV z.B. auch Selbstbeurteilungsskalen oder psychologische Tests zum Einsatz, z.B.:
Die differentialdiagnostischen Abgrenzungen der PTSD gegenüber anderen psychischen Störungen ist nicht immer leicht. Zum einen gibt es viele Überlappungen der Symptome mit denen andere Störungsbilder. Darüberhinaus kann der jeweilige klinische Prägnanztyp die dahinterliegende PTSD-Kernsymptomatik verdecken. Oder aber die sichtbare Symptomatik zum Zeitpunkt der Diagnosestellung ist bereits eine der zahlreichen Folgestörungen der PTSD, imponieren aber wie eigene Störungen. Es geht also, wie so oft, um das Problem der Koexistenz oder der Komorbidität.
Komorbidität besteht häufig (Kapfhammer 2000) mit
Zuletzt aktualisiert: 03.02.2010