Posttraumatische Belastungsstörung (PTSD) und andere Folgen von Traumatisierungen

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Krankheitsverlauf und Prognose

Verlauf-Definition über Zeitkriterien

In der ICD-10 sind die Verläufe der reaktiven Störungen zunächst über Zeitkriterien definiert:

Wesentliche prognostische Faktoren

Verlauf

Die Verlaufsdynamik der PTSD ist aufgrund ihrer komplexen Psychopathologie sehr variantenreich. Es gibt vielfach spontane Remissionen (Rückbildungen), aber auch prolongierte, chronifizierende und invalidisierende Verläufe. Die möglichen Folgen einer Traumatisierung sind also recht vielgestaltig.

Bei c a einem Drittel der PTSD-Patienten findet sich ein chronischer Verlauf mit einer mittleren Remissionszeit von 3 Jahren (behandelt) bis 5 Jahren (unbehandelt). 15-25% der Patienten bleibt dauerhaft krank.

Langzeiteffekte der PTSD sind neben den erwähnten Folgestörungen (s.o.) eine Alexithymie, Dissoziationen, Somatisierungen, ausgeprägtes Misstrauen, Mangel an Verantwortungsgefühl, Identitätsdiffusion, eine tiefgreifende Beziehungsstörung bzw. Neigung zu extremen Bindungsformen (z.B. Hörigkeitsverhältnisse, sadomasochistische Beziehungsmuster mit Täter-Opfer-Konstellationen etc.) oder Kontaktscheu.

Psychotherapieforschung

Die vorliegenden Studien zur Psychotherapieforschung lassen die Aussage zu, dass sowohl verhaltenstherapeutisch-kognitive als auch psychodynamische Therapien zu einer Reduktion der spezifischen Symptome der PTSD führen.

Am besten beeinflussbar sind:

Weniger beeinflussbar sind häufig

Weitere Erkenntnisse der Psychotherapieforschung

Coping-Strategien (Bewältigungs- und Verarbeitungsversuche) der Betroffenen

 

Zuletzt aktualisiert: 03.02.2010