Die in früheren epidemiologischen Arbeiten gefundenen überproportionale Häufigkeit der Schizophrenie in niedrigen sozialen Schichten wird inzwischen nicht mehr von der Ursachenseite, sondern von der Folgenseite her interpretiert: Schizophrenie führt häufig zu sozialem Abstieg!
Das bevorzugte Erkrankungsalter (abhängig vom Subtyp! S. unten) ist bei Männern und Frauen wie folgt:
Der hebephrene Subtyp der Schizophrenie beginnt meist im Jugendalter. Schizophrene Psychosen, die jenseits des 40. Lebensjahres beginnen, werden als Spätschizophrenien bezeichnet und bedürfen einer besonders gründlichen Abklärung zum Ausschluss möglicher zugrundeliegender somatischer (v.a. hirnorganischer) Ursachen.
Epidemiologische Daten in der Forschungsliteratur weisen oft erhebliche Schwankungen und Unterschiede auf. Dies liegt oft an unterschiedlichen Ein- und Ausschlusskriterien hinsichtlich Definition der Störung, Einbezug von Einzelphasen oder Gesamtverlauf, sämtlicher Manifestationen oder nur bestimmter Schweregrade etc.. Deshalb sind die nachfolgend genannten und aus der Fachliteratur zusammengestellten Zahlen und Daten zur Häufigkeit und Verteilung der Schizophrenie nur als grobe Anhaltspunkte zu werten und sind bei Bedarf persönlich durch eigene Beschäftigung mit der Literatur zu überprüfen!
Anzahl der Erkrankungsfälle einer bestimmten Erkrankung bzw. Häufigkeit eines bestimmten Merkmals zu einem bestimmten Zeitpunkt (Punktprävalenz) oder innerhalb einer bestimmten Zeitperiode (z.B. Lebenszeit prävalenz).
Anzahl der Erkrankten bzw. Häufigkeit des Merkmals im Verhältnis zur Anzahl der untersuchten Personen.
Anzahl der Neuerkrankungsfälle einer bestimmten Erkrankung innerhalb eines bestimmten Zeitraums.
Anzahl der Erkrankungsfälle einer bestimmten Erkrankung oder die Häufigkeit eines bestimmten Merkmals zu einem bestimmten Zeitpunkt (Punktprävalenz) oder innerhalb einer bestimmten Zeitperiode (z.B. Lebenszeitprävalenz).
das gleichzeitge Erkranktsein an mehreren Erkrankungen (z.B. Depressionen und Zuckerkrankheit).
Zuletzt aktualisiert: 03.02.2010