Schizophrenie

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Überblick

Verschiedene Modelle zur Krankheitsentstehung

Die Schizophrenie gehört zur Hauptgruppe der sogenannten endogenen Psychosen. Sie ist auch heute noch, trotz der Vielzahl neuer und guter Behandlungsmöglichkeiten eine schwere psychische Krankheit ! Die Entstehung ist multikausal determiniert, es gibt also nicht die Ursache der Schizophrenie. Es gilt als etablierte Meinung, dass die Krankheit Schizophrenie durch ein Zusammenwirken verschiedener, biologischer wie psychosozialer Faktoren begünstigt, ausgelöst und unterhalten wird. Das Modell, nach welchem sich die moderne Schizophrenieforschung die Entstehung der Krankheit erklärt, nennt sich "Vulnerabilitäts-Stress-Modell". Es versucht die verschiedenen Wirkfaktoren in einer einzigen Entstehungshypothese zu vereinen.

Eine weitere, relativ gesicherte und bekannte Hypothese im Zusammenhang mit dieser Erkrankung ist die sogenannte Dopamin-Hypothese der Schizophrenie, welche davon ausgeht, dass eine (relative) Überaktivität bestimmter Botensysteme in bestimmten Regionen im Gehirn, eben die dopaminergen Strukturen, v.a. im Bereich des limbischen Systems, wesentlich für die Entstehung psychotischer Symptome sind und welche Grundlage der modernen psychopharmakologischen Behandlung der Schizophrenie ist.

Eine weitere, gesicherte Erkenntnis ist die, dass Schizophrenien auch eine genetische Verursachung haben. Es gibt aber auch hier nicht das Gen für die Schizophrenie, sondern man geht aus von einer sogenannten polygenen Erbanlage mit unvollständiger Penetranz, die zu etwa 5% an der Manifestation einer späteren Schizophrenie beteiligt ist.

Schizophrenie-Typen nach ICD-10 (F2)

Das äussere Krankheitsbild bei der Schizophrenie ist sehr vielgestaltig, und deshalb unterscheidet man in der Systematik, abhängig vom Verlauf und von der Kernsymptomatik, verschiedene Schizophrenie-Typen.

In der ICD-10 (Internationale Klassifikation der Krankheiten) sind die Schizophrenien unter der Kategorie F2 kodiert. Folgende Störungstypen werden hier aufgezählt:

Die aufgezählten Untertypen werden nicht als eigene Krankheitseinheiten, sondern lediglich als unterscheidbare "Ausprägungstypen" ein und derselben schizophrenen Erkrankung verstanden. Dieser Auffassung gemäss

Die einzelnen Schizophrenie-Typen noch einmal im Klartext:

Symptomatik der Schizophrenie

In der deutschsprachigen Psychiatrie sind die Konzepte von Bleuler (Grundsymptome und akzessorische Symptome) und Schneider (Symptome ersten und zweiten Ranges) von besonderer Bedeutung:

Für Bleuler gehörten

Kurt Schneider unterschied Erstrangsymptome und Zweitrangsymptome

Die Unterscheidung von Positivsymptomatik und Negativsymptomatik spielt therapeutisch eine grosse Rolle, eine Unterteilung der Schizophrenien in Typ1 und 2 hat sich aber empirisch nicht bestätigt. Es gibt keine pathognomonischen Symptome der Schizophrenie!!!

Es ist natürlich nicht möglich, in diesem Rahmen eine Unterrichtung in der Erhebung eines psychopathologischen Befundes zu geben. Die vielfältigen Äusserungsformen (Symptomatik) der Schizophrenie werden mit folgenden Fachbegriffen wiedergegeben und systematisiert:

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Zuletzt aktualisiert: 03.02.2010